Aufzucht

Die Kälber kommen mit ca. 75 kg auf den Betrieb. Jetzt gilt es Geduld zu bewahren bis alle Kälber mit dem Tränkeautomaten zurecht kommen. Am Automaten bekommen sie während 42 Tagen Pulvermilch, ca. 25 kg Pulver die angemischt mit Wasser 240 Liter Milch ergeben. Da die Kälber alle aus verschiedenen Betrieben stammen, mit unterschiedlichen Bakterien, ist eine Mischinfektion vorprogrammiert. Um dessen vorzubeugen werden alle Kälber mit einem Medizinalkonzentrat während 10-14 Tage nach dem Einstallen behandelt. Danach bekommen sie noch ein Eisen- Vitamin- Konzentrat um allfällige Mängel zu beheben. Jetzt steht einer gesunden und erfolgreichen Mast nichts mehr im Wege. Wasser, Aufzuchtfutter und Heu bester Qualität stehen den Tieren zur freien Verfügung. Der Kälberstall ist ganzflächig mit viel Stroh eingestreut, und durch eine Lüftung stets mit Frischluft versorgt.

Vormast

Die nun 100 kg schweren Kälber werden in den grösseren Stall gezügelt. Die Tiere erhalten eine Totalmischration bestehend aus konzentrierter Grassilage, Maissilage, Ökoheu und Kraftfutter. Jedes Tier hat seine eigene Liegebox mit Comfortmatte und Stroh. Der Mist wird mit einem automatischen Breitschieber aus dem Stall befördert.

Ausmast

Mit ca. 250 kg werden die Tiere in den Ausmaststall verschoben. Hier werden sie in elfer Gruppen aufgeteilt und nach Grösse sortiert. Der im Jahre 2004 nach QM erbaute Stall entspricht neusten Erkenntnissen: ökonomische, arbeitstechnische und tiergerechte Haltung. Im Freilaufstall ist der Boden mit Gummimatten ausgelegt um es den Tieren möglichst angenehm zu machen. Der isolierte Stall ist mit einer Lüftung ausgestattet, so ist es im Winter nicht zu kalt und im Sommer nicht zu warm um optimale Leistungen zu erzielen. Gefüttert werden die Tiere mit einem Mischwagen, wo Maissilage, Grassilage, Heu und Getreidemischung gemischt und vorgelegt wird. Der Tagesverzehr aller Tier beläuft sich auf etwa 3.0 Tonnen Futter. Die Munis werden alle drei Monate gewogen um die Tageszunahmen zu kontrollieren, um allfällige korrekturen bei der Futterzusammenstellung vorzunehmen.

Vermarktung

Jede Woche werden die schwersten Tiere, Lebendgewicht ca. 540kg, an die Metzgerei Sandmeier Kölliken verkauft. Da wir die schönsten Masttypen einkaufen, kann mit einer Ausbeute von ca. 58% gerechnet werden, das heisst das Schlachtgewicht liegt bei ca. 312kg. Nach diesem Gewicht wird der Muni auch bezahlt. Durch die Zusammenarbeit mit den regionalen Metzgereien bleiben den Tieren lange Transporte erspart und der Fleischverbraucher weiss woher das Fleisch kommt. In USA, Brasilien und Argentinien dürfen die Tiere mit leistungsfördernden Substanzen wie Antibiotika und Hormonen behandelt werden, in der Schweiz ist dies zum Glück verboten.